Das freie Spiel gilt als grundlegende Lebens- und Lernform des Kindes.
Immer weniger aber finden Kinder unstrukturierte Spiel- und Erlebnisräume vor, die zum kreativen Problemlösen und zum „sich frei Spielen“ herausfordern. Zugleich war über viele Jahrzehnte die Debatte der Spiel- und Elementarpädagogik von der Vorstellung geprägt, PädagogInnen müssen sich während dem Spiel der Kinder im Hintergrund halten. Daraus hat sich eine große Zurückhaltung in den freien Spielphasen etabliert. Mit Blick auf das heutige kindliche Aufwachsen, das häufig von Erfahrungsarmut geprägt ist, muss diese Zurückhaltung dringend ergänzt werden. Erfahrungsarmut wirkt sich direkt auf die Spielfähigkeit aus.
Dem Spiel „Raum“ zu geben braucht daher neue Perspektiven und Er-Mutigung: Im Seminar wird Gelegenheit geboten, durch die eigene Spielvergangenheit zu reisen, persönliche Einstellungen zum freien Spiel zu reflektieren und die Phantasie zu beflügeln, um aus gleichförmigen Gruppenräumen erlebnisreiche und sinnerfüllte Bildungsorte entstehen zu lassen. Gesellschaftlichen Entwicklungen, die das Spielen-Können der Kinder gefährden, werden bewusst gemacht. Die TeilnehmerInnen lernen unterschiedliche Spieltheorien kennen, die sie beim Verstehen kindlicher Spielhandlungen unterstützen. Wir erarbeiten uns ein Repertoire an Möglichkeiten, wie die Spielfähigkeit der Kinder gezielt erweitert werden kann.
Aus der „Werkzeugkiste der Spielpädagogik“ und meiner langjährigen Erfahrung wird es neue Anregungen und sicherlich auch viel Bestätigung geben!
Zielgruppe
- Kindergartenpädagog:innen
- Leiter:innen
Preis: 192,00 EUR inkl. Pausenverpflegung