Gefühle wirken manchmal überwältigend – bei uns selbst ebenso wie bei Kindern –, doch sie sind niemals nutzlos: Sie tragen wichtige Botschaften in sich und bündeln Energie, die wir sinnvoll nutzen können.
Die Krampustradition kann in diesem Sinne zu einem wertvollen Lernfeld werden, in dem Kinder Selbstregulation, innere Stärke und Mut entwickeln.
In diesem Workshop erkunden wir die Bedeutung von Angst als Basisemotion. Du lernst, wie sich Angst bei Kindern zeigt, wie du sie als Hinweis auf Bedürfnisse verstehen kannst und wie eine einfühlsame Begleitung gelingt.
Dazu erhältst du praktische Methoden an die Hand, mit denen du Kinder dabei unterstützen kannst, ihre Erregung zu regulieren, sich als handlungsfähig zu erleben und Herausforderungen als bewältigbar zu erleben.
Dazu arbeiten wir unter anderem mit einer kindgerechten Krampus-Geschichte, Übungen zur spielerischen Annäherung sowie Bewegungs- und Rollenspielen.
Gleichzeitig reflektierst du deine eigenen Regulationsmuster, um im pädagogischen Alltag präsenter, klarer und gelassener reagieren zu können. Am Ende nimmst du konkrete Strategien und Werkzeuge mit, die dich darin unterstützen, Kinder sicher und empathisch durch diese besondere Zeit zu begleiten.
Inhalte:
- Was ist Angst? Wie erkenne ich sie? Wozu ist sie da?
- Was mache ich mit dem Erregungszustand, den Gefühle mitbringen?
- Pädagogische Werkzeuge erleben und Hintergründe begreifen:
- Geschichte, wie der Nikolaus zum Krampus kam
- Habituation durch spielerische Annäherung an Krampusmaske
- Selbstwirksamkeit durch Bewegungsspiel
- Integration in die Gesellschaft durch Verkleiden / Rollenwechsel
- Selbstreflektion
- Transfer in Kindergartenpraxis & Elternarbeit
Leistungen
- Wissenschaftlich fundierter, theoretischer Input
- Austausch und Übungen in Paaren und Kleingruppen
- Selbstreflektion und praktisches Erfahren der Inhalte anhand von gehirngerechten Übungen
- Schriftliches Begleitmaterial mit den gesammelten Inhalten des Seminars
Zielgruppe:
- Elementarpädagog*innen
- pädagogische Zusatzkräfte