Rassismus wird häufig als Problem einzelner Personen verstanden. Tatsächlich prägt er jedoch gesellschaftliche Vorstellungen darüber, wer als „normal“, „zugehörig“ oder „anders“ gilt, und beeinflusst dadurch Institutionen, Beziehungen und Alltagshandeln. Auch in der Elementarpädagogik können sich Vorurteile, Zuschreibungen und ungleiche Erwartungen auf Kinder, Familien und Fachkräfte auswirken – oft unbewusst und gut gemeint.
Der Vortrag führt in zentrale Begriffe und Perspektiven der rassismuskritischen und migrationspädagogischen Arbeit ein. Gemeinsam wird reflektiert, wie Rassismus, Othering und Kulturalisierung entstehen, welche Auswirkungen sie auf Kinder und Familien haben können und wie pädagogische Fachkräfte eine diskriminierungssensible Haltung entwickeln können. Im Mittelpunkt stehen dabei die eigene Reflexion, die Gestaltung wertschätzender Beziehungen sowie ein professioneller Umgang mit Vielfalt, Konflikten und gesellschaftlichen Ungleichheiten.