Kinder wachsen in einer Gesellschaft auf, in der Zugehörigkeiten, Unterschiede und Ungleichheiten früh wahrgenommen und erlernt werden. Bereits im Kindergartenalter entwickeln Kinder Vorstellungen über „Wir“ und „Die Anderen“ und übernehmen gesellschaftliche Bilder, Vorurteile und Zuschreibungen. Im Workshop wird zunächst erarbeitet, wie Kinder Unterschiede wahrnehmen, welche Rolle Sprache, Medien, Familie und Institutionen dabei spielen und wie rassistische Denk- und Handlungsmuster entstehen können. Aufbauend auf migrationspädagogischen Ansätzen wird reflektiert, wie pädagogische Fachkräfte selbst Teil gesellschaftlicher Normalitätsvorstellungen sind und wie sich dies auf Erwartungen, Bewertungen und Interaktionen mit Kindern auswirken kann. Anhand konkreter Beispiele aus dem pädagogischen Alltag werden Möglichkeiten erarbeitet, wie Kinder in ihrer Vielfalt gestärkt, Diskriminierung erkannt und Zugehörigkeit gefördert werden können. Im Mittelpunkt stehen dabei die Gestaltung einer diskriminierungssensiblen Lernumgebung, der Umgang mit Ausgrenzungen unter Kindern sowie die Reflexion eigener Perspektiven und Routinen.
Elementarpädagogik & inklusive Entwicklungspädagogik
2027-ZPD03-43
Umgang mit Rassismus - Schwerpunkt Fachkraft-Kind
Migrationspädagogik im Kontext Elementarpädagogik, mit Schwerpunkt Fachkraft-Kind
Veranstaltungszeitraum
-
Anmeldung bis
Urstein Nord 1, 5412 Puch bei Hallein, FH Salzburg
Unterrichtseinheiten:
8
56 €
Sonstige Preisdetails & Stornobedingungen
Kostenfrei stornierbar bis
Ansprechperson
Inhalt
Lernziele
- Verstehen, wie Kinder Unterschiede, Zugehörigkeiten und Ausgrenzungen wahrnehmen und verarbeiten
- Die Grundlagen migrationspädagogischer und rassismuskritischer Ansätze kennenlernen
- Eigene Vorannahmen, Normalitätsvorstellungen und Zuschreibungen reflektieren
- Rassismus und Diskriminierung im pädagogischen Alltag erkennen und einordnen können
- Handlungssicherheit im Umgang mit diskriminierenden Aussagen und Verhaltensweisen von Kindern gewinnen
- Methoden kennenlernen, um Vielfalt, Zugehörigkeit und Teilhabe von Kindern aktiv zu fördern
- Konkrete Strategien für eine diskriminierungssensible Gestaltung von Bildungs- und Beziehungsprozessen entwickeln