Mit der ICD-11 wurde die internationale Klassifikation von Krankheiten grundlegend weiterentwickelt. Für Fachkräfte im psychosozialen Bereich bedeutet das: bekannte diagnostische Kategorien verändern sich, neue Begriffe und Zugänge kommen hinzu, bisherige Einordnungen müssen neu betrachtet und in der Praxis sicher angewendet werden.
Diese Fortbildung bietet Psycholog und Sozialarbeiter des Psychosozialen Dienstes des Landes Salzburg eine praxisnahe Einführung in die wesentlichen Neuerungen der ICD-11 im Vergleich zur ICD-10. Dabei geht es nicht um eine rein theoretische Darstellung, sondern um die konkrete Übersetzung in die fachliche Arbeit: Was ist neu? Was bleibt vergleichbar? Wo verändert sich die diagnostische Logik? Und welche Bedeutung hat das für Einschätzung, Dokumentation, Kommunikation und Fallbesprechung?
Nach einer kompakten Einführung in zentrale Veränderungen werden praktische Fallbeispiele aus dem Arbeitsbereich des Psychosozialen Dienstes bearbeitet. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, konkrete Fragestellungen einzubringen, diagnostische Überlegungen zu vertiefen und die Anwendung der ICD-11 im kollegialen Austausch zu reflektieren.
Besonderes Augenmerk liegt auf den Möglichkeiten und Grenzen des neuen diagnostischen Ansatzes. Ziel ist es, die Teilnehmer darin zu stärken, die ICD-11 fachlich fundiert, differenziert und praxisnah anzuwenden.
Zielgruppe
Psycholog und Sozialarbeiter des Psychosozialen Dienstes des Landes Salzburg.
Die Fortbildung richtet sich insbesondere an Fachkräfte, die in ihrer täglichen Arbeit mit diagnostischen Einschätzungen, psychosozialen Problemlagen, Fallbesprechungen, Dokumentation oder interdisziplinärer Kommunikation befasst sind.
Referentin
Mag.a Dr.in Christiane Andrea Fahlböck verfügt über fachliche Expertise im Bereich psychologischer Diagnostik und hat bereits Workshops zu den Neuerungen der ICD-11 über den Berufsverband Österreichischer PsychologInnen angeboten.
In der Fortbildung verbindet sie fachlichen Input mit konkreter Anwendung: Die Teilnehmer erhalten nicht nur einen Überblick über die relevanten Veränderungen, sondern bearbeiten die ICD-11 anhand praktischer Fallbeispiele aus ihrem Arbeitsbereich. Dadurch entsteht ein direkter Transfer in die tägliche Arbeit des Psychosozialen Dienstes.